Förderverein Invalidenfriedhof e.V.


Chronik des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V. von 1992 bis 2003


Auf Anregung des ersten Berliner Standortkommandanten der Bundeswehr, Brigadegeneral Hasso Freiherr von Uslar-Gleichen, gründeten am 06. November 1992 die Herren

den Förderverein Invalidenfriedhof e.V.

Zum Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Werner Knopp gewählt. Zu seinen beiden Stellvertretern wurden Klaus Francke und Wolf Jobst Siedler, zum Schatzmeister der Berliner Bankier Andreas Graf von Hardenberg und zum Schriftführer Brigadegeneral Hasso Freiherr von Uslar-Gleichen berufen.

Von Beginn seiner Arbeit an hatte sich der Förderverein Invalidenfriedhof e.V. zum Ziel gesetzt, den durch das DDR-Grenzregime eingeleiteten weiteren Verfall des Friedhofs zu stoppen, die noch vorhandenen historisch wertvollen Grabstätten zu restaurieren, einen Teil der willkürlich abgeräumten Gräber durch Erinnerungssteine zu ersetzen und sein Antlitz (u.a. Eingangsbereich, Wegekreuz, Bepflanzung, Begrünung und die alte Friedhofsmauer) so zu gestalten, um diesen geschichtsträchtigen Friedhof als nationales Denkmal wieder zu einem würdigen Ort und damit zum Anziehungspunkt für in- und ausländische Besucher zu machen.

Nicht wieder zuzuordnende Grabmale werden in einem Lapidarium aufbewahrt.

Zur Geschichte und Vorgehensweise bei der Wiederherstellung des Invalidenfriedhofs wurden in den Jahren 1993, 1998 und 2000 Fachkolloquien unter Teilnahme von Historikern, Wissenschaftlern, Vertretern der Kirchen und der Öffentlichkeit durchgeführt.

Vereinsmitglieder 1998 an der Ausgrabungsstätte der Barockgräber
 
Vereinsmitglieder im Jahr 1998 an der Ausgrabungsstätte der Barockgräber



Durch das ruhestandsbedingte Ausscheiden des langjährigen Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Werner Knopp, aus dem Vorstand des Fördervereins fanden zum 250. Jahrstages des Invalidenfriedhofs im Jahre 1998 Neuwahlen statt, in deren Ergebnis der langjährige Bundestagsabgeordnete Klaus Francke, der sich um die Wiederherstellung des Invalidenfriedhofs große Verdienste erworben hatte, zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Seine beiden Stellvertreter wurden der Rechtsanwalt Dietrich Austermann, MdB, und der Berliner Historiker Prof. Dr. Laurenz Demps. Auf eigenen Wunsch schieden der Schatzmeister Andreas Graf von Hardenberg sowie der Schriftführer Brigadegeneral Hasso Freiherr von Uslar-Gleichen aus dem Vorstand aus. An ihre Stelle traten der Bankdirektor a. D. Bernd Oelmann, Berlin, bzw. der Dipl.-Sprachmittler/Journalist, Hans Joachim Jung, Berlin.

Zum ersten Mal wurde auch ein Beirat, bestehend aus drei Personen, gewählt: Brigadegeneral a. D. Hasso Freiherr von Uslar-Gleichen, Berlin, (Vorsitzender), Gartenbaudirektor und Stellvertretender Landeskonservator im Landedenkmalamt Berlin Klaus von Krosigk und Universitätsprofessor Dr. Christian Scheer, Bonn.

Mitglied können alle natürlichen und juristischen Personen des öffentlichen und privaten Rechts werden, die die Ziele des Vereins bejahen und unterstützen. Der Jahresbeitrag beträgt für Einzelmitglieder 50 Euro, für Organisationen, Vereine, Verbände u.ä. 100 Euro.

Dem Verein gehören Bürger aus dem In- und Ausland (Österreich, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Belgien, Niederlande, Schweiz, Schweden und USA) als Einzelmitglieder oder kooperativ als Verein an.




Am 28. Juni 2003, dem 190. Todestag des preußischen Heeresreformers und Generals Gerhard von Scharnhorst, fand die 9. Ordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V. statt.
Unter Beteiligung von Kranzträgern und Ehrenposten des Wachbataillons des Bundesministeriums der Verteidigung legten der Vorsitzende des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V., das ehemalige Mitglied des Deutschen Bundestages, Klaus Francke aus Hamburg (im Bild rechts), und der Präsident des Scharnhorst-Komitees Bordenau e.V., Klaus Jürgen Kortmann, am Scharnhorst-Grabmal Kränze nieder.
 
Klaus Jürgen Kortmann (links) und Klaus Francke (rechts) bei der Kranzniederlegung.
Den Festvortrag hielt der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, General a.D. Klaus Naumann, langjähriges Mitglied des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V., zum Thema "Leben und Wirken des Generals von Scharnhorst und seine Auswirkungen auf die heutige Zeit".
Im Namen der über 100 Mitglieder und Gäste aus dem In- und Ausland dankte Vereinsvorsitzender Klaus Francke (im Bild rechts) General a.D. Klaus Naumann (im Bild links) für seinen interessanten Vortrag und übergab ihm die neue Publikation "Der Invalidenfriedhof - Rettung eines Nationaldenkmals".
 
General a.D. Klaus Naumann (links) und Klaus Francke (rechts)



Die o.g. Publikation "Der Invalidenfriedhof - Rettung eines Nationaldenkmals", am Vorabend der Mitgliederversammlung auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt, fand unter den Teilnehmern reges Interesse.
Das Buch ist reich bebildert, umfasst 116 Seiten und beschreibt erstmalig die mehr als zehnjährigen Bemühungen des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V., in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Berlin, Fachreferat Gartendenkmalpflege, kunsthistorisch und kulturgeschichtlich wertvolle Grabdenkmäler zu restaurieren bzw. zu rekonstruieren, um somit dem geschichtsträchtigen Invalidenfriedhof seine alte Würde wiederzugeben.
In einem gesonderten Kapitel befasst sich Gartenbaudirektor Klaus von Krosigk, Stellvertretender Landeskonservator im Landesdenkmalamt Berlin, mit der Grabmalkunst von Karl Friedrich Schinkel.
Das Buch kostet im Handel 24,80 EUR. Seinen Mitgliedern, Förderern und Freunden bietet es der Förderverein Invalidenfriedhof e.V. für 22,00 EUR (einschließlich Versandkosten) an.
Zusammen mit dem neuen Friedhofsführer in Taschenbuchformat werden für beide Publikationen lediglich 25,00 EUR (einschließlich Versandkosten) erhoben. Der Friedhofsführer gesondert kostet 5,00 EUR (einschließlich Versandkosten). Diese gesamte Literatur können Sie über den Geschäftsführer des Vereins beziehen.



Zum Abschluss der Veranstaltung übergab der Vorsitzende des Präsidiums der Stiftung Deutscher Offizierbund Hauptmann a.D. Dieter Herzing (im Bild rechts) dem Vorsitzenden des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V. Klaus Francke eine Spende in Höhe von 1.000,00 EUR für den Erhalt des Invalidenfriedhofs.

Die Stiftung Deutscher Offizierbund gehört in Verbindung mit der Casino-Gesellschaft in Berlin (1786) zu den ständigen Förderern von Projekten des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V.
Dank ihrer Spenden konnten in den letzten Jahren historisch wertvolle Gräber restauriert bzw. ihre Grabinschriften erneuert sowie eine originalgetreu angefertigte Bank für Friedhofsbesucher erworben werden.

Darüber hinaus ist die Stiftung öffentlichen Rechts "von Rohdich`scher Legatenfonds", die sich u.a. den Erhalt historischer Werte auf die Fahnen geschrieben hat, bereits jahrelang Kooperationspartner des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V.. Sie unterstützt den Verein finanziell bei der Realisierung wichtiger Vorhaben auf dem Invalidenfriedhof (u.a. Restaurierung der Grabstätten von Rohdich und von Fritsch sowie der Informationstafel).

 
Dieter Herzing (rechts) übergibt eine Spende an den Vereinsvorsitzenden.


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